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Verschwendung vermeiden – Schlanke Unternehmen nutzen Lean Management

Mitarbeiter Tom Schilling arbeitet im optimierten Produktionsbereich der Werner Hübner GmbH. Das Unternehmen ist vom WLG-Angebot Produktion+ überzeugt.„Wir müssen weniger Fehler machen!“, oder „Das muss schneller, besser, günstiger gehen!“: Diese Worte kommen nicht selten von der Geschäftsleitung eines Unternehmen, gerichtet an dessen Mitarbeiter. Der Wunsch der Chefetage ist verständlich, haben doch eine geringe Fehlerrate, eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit und geringe Kosten maßgeblichen Anteil am Unternehmenserfolg. Aber wie erreicht man diese Ziele? Sinnvoll erscheint eine Überprüfung, Analyse und darauf aufbauende Weiterentwicklung der Unternehmensprozesse. Dabei können Verschwendungen von Ressourcen aufgedeckt und behoben werden.

Vorreiter solcher effizient gestalteten Unternehmen sind Industriebetriebe. Hier wurden Managementkonzepte, die unter dem Begriff „Lean“, d.h. Wertschöpfung ohne Verschwendungen zu betreiben, zusammengefasst und zum Standard definiert. Vorangegangen ist hier der japanische Automobilkonzern Toyota nach dem 2. Weltkrieg. Doch auch in anderen Unternehmensgrößen und Branchen hält der Lean-Gedanke Einzug.

„Wichtig erscheint mir eine transparente Vorgehensweise der Unternehmensleitung, die dazu taugt, alle Mitarbeiter mitzunehmen.“, so Christian Scherrer von der Wirtschaftsförderung Lüneburg. Es ist daher  wichtig, dass die Verschwendung nicht nur in Einzelbereichen angegangen wird. Nimmt sich die Geschäftsleitung beispielsweise nur den Produktionsbereich vor, so kann bei den dortigen Mitarbeitern der Eindruck entstehen, dass die anderen Mitarbeiter weiter ineffizient sein dürfen. Das würde die Motivation der Produktionsmitarbeiter stark schwächen.

Die Wirtschaftsförderung Lüneburg unterstützt Unternehmen bei der Einführung neuen Wissens und betrieblicher Organisationsinnovationen wie Lean Management Methoden. Hierfür kann von kleinen und mittleren Unternehmen in Stadt und Landkreis Lüneburg das Angebot Produktion+ genutzt werden. Auch die Digitalisierung von Unternehmensprozessen, die Einführung neuer Technologien, oder auch die Entwicklung von neuen Produkten, Verfahren sowie Dienstleistung kann hiermit gefördert werden.

Die Werner Hübner GmbH Dreherei und Maschinenbau, mehrfach ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb, aus Lüneburg hat das WLG-Angebot Produktion+ genutzt, um Lean Management Methoden in der Metallverarbeitung und insbesondere in der Qualitätssicherung einzuführen. „Wir sehen schon jetzt, dass die konsequente Einführung von Lean Management Kostensenkungen von 50.000 € pro Jahr ermöglicht.“, so Hans Georg Hübner, Geschäftsführer der Werner Hübner GmbH. „Wir haben die Wege der Mitarbeiter und die Transporte mit unseren Mitarbeitern zusammen weiterentwickelt.“, ergänzt Anna Singelmann, Masterandin und für das Lean Projekt intern zuständig. Joachim True von True Change, der die Einführung der Lean Methoden und eines Produktionskennzahlensystems unterstützt hat, ergänzt: „Ein externer Blick kann sehr hilfreich sein, um weitere Verbesserungen in einem Unternehmen anzustoßen. Ein entscheidender Faktor ist die Einbindung der Mitarbeiter in die Weiterentwicklung der Prozesse: Jeder Produktionsbereich bekam beispielsweise einen eigenen Elektro-Stapler, ein Hebe- und Transportwerkzeug z.B. für Paletten. Weitere Veränderungen betrafen die Organisation gesamter Produktionsbereiche inkl. der Platzierung von Produktionsmaschinen, im Falle der Fa. Hübner sind dies CNC-Metallbearbeitungsmaschinen."

Am 07. Februar gab die Fa. Werner Hübner GmbH anderen Unternehmen Einblick in das eigene Unternehmen und in die Umsetzung von Lean Management im Bereich der Qualitätssicherung. Die WLG hatte zu dem Termin im Rahmen des Themenschwerpunktes „Ressourceneffizienz“ eingeladen. Auch die Unternehmen HB Fuller und CLAGE hatten bereits Einblick in die Unternehmensprozesse gegeben.

Die Wirtschaftsförderungs-GmbH für Stadt und Landkreis Lüneburg (WLG) unterstützt Unternehmen wie W. Hübner bei der Umsetzung von Projekten rund um Effizienz, Digitalisierung und Innovation mit dem Angebot Produktion+. Interessierte finden weitere Informationen

zum Thema Ressourceneffizienz unter www.wirtschaft-lueneburg.de/ressourceneffizienz und

zum WLG-Angebot Produktion+ unter www.wirtschaft-lueneburg.de/produktion

Hintergrund: Steigerung der Wertschöpfung durch Lean Production

Lean Management erfordert eine ganzheitliche Betrachtung von Produktions- und Organisationsprozessen mit dem Ziel Verschwendung in der Wertschöpfungskette zu identifizieren und Prozesse kontinuierlich zu verbessern. Die Idee hinter Lean Management und Lean Production, schlanker Produktion, werden daher häufig mit dem Slogan „Weniger ist mehr“ beschrieben.

In der Anwendung bedeutet die Etablierung von Lean-Management-Methoden eine konsequente Ausrichtung an Kundenbedürfnissen und die Verschlankung von Produktions-, Liefer- und Organisationsprozessen. Qualitativ hochwertige Produkte sollen bei höchster Liefertreue in geringen Durchlaufzeiten und zu angemessenen Kosten hergestellt werden.

Zu diesem Zweck zielt Lean Production darauf aus, alle Produktionsschritte zu eliminieren, die nicht wertschöpfend sind, um möglichst jede Verschwendung in der Wertschöpfungskette zu vermeiden. Und zwar durch kontinuierliche Verbesserung der Produktionsanlagen sowie der Synchronisierung und Standardisierung von Prozessen.

Lean Management ist allerdings mehr als Prozessoptimierung. Ein wichtiger Aspekt ist die Vermeidung von Fehlern, insbesondere durch systematische Qualifizierung der Mitarbeiter und der Einführung einer transparenten Unternehmens- und Fehlerkultur.

Probleme werden durch Lean Management frühzeitig erkannt und analysiert, Fehler offen benannt. Eine Lean-Management-Kultur hilft der stetigen Weiterentwicklung und Verbesserung von Produktionsprozessen.

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