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Wirtschaft Regional - September 2016

Betrachtet man die Kostenstruktur im verarbeitenden Gewerbe macht der Materialkostenblock den mit Abstand größten Teil der Gesamtkosten aus. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Ausgaben für Material von 36% im Jahr 1993 auf 43% im Jahr 2013. Die Personalkosten verringerten sich im gleichen Zeitraum auf unter 20% und die Ausgaben für Energie verharrten fast konstant bei 2%. Einsparungen auf dem Materialgebiet machen sich daher weit deutlicher in der Firmenkasse bemerkbar. Stellt man die gedankliche Rechnung auf, die Materialkosten um nur zwei Prozent zu senken, kann mitunter so viel Geld gespart werden, dass am Ende der Gewinn um 30% steigt. Gelingt es Unternehmen eigene Teilprozesse wie Logistik, Produktionsplanung und Beschaffung zu analysieren und zu vergleichen, können in vielen Fällen mit geringem Investitionsaufwand entsprechende Einsparpotentiale erschlossen werden. Allerdings verfügen häufig  gerade kleine und mittlere Unternehmen nicht über die notwendigen Kapazitäten sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Andererseits gibt es Möglichkeiten, hierfür Unterstützung zu bekommen. Das machte die branchenspezifische Ressourceneffizienzveranstaltung zum Thema Kleben/Fügen am 31. August in den Räumen der H.B. Fuller Adhesive Academy in Lüneburg deutlich. Hierzu hatte die Wirtschaftsförderung Lüneburg gemeinsam mit dem VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) Unternehmen aus der Region eingeladen. Als bundesweites Kompetenzzentrum für Unternehmen, die die Ressourceneffizienz in ihrem Betrieb erhöhen wollen, hat das VDI ZRE eine Reihe von Online-Tools entwickelt, mit denen sich Unternehmen ihre eigenen Einsparpotenziale vergegenwärtigen können. Mit dem Kostenrechner können Unternehmen ihre Prozessabläufe visualisieren und sich damit Material- und Energiekosten vor Augen führen. Branchenspezifische Ressourcenchecks unterstützen durch Checklisten bei der Steigerung der Effizienz betrieblicher Prozesse. Ausführliche Informationen werden in branchenspezifischen Prozessketten systematisiert und gebündelt, die beste verfügbare Techniken und Praxisbeispiele enthalten. Die kostenlosen Tools des VDI ZRE werden im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit erstellt sowie aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative finanziert.

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