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Wirtschaft Regional - Juni 2016

Azubi gesucht - So wird ein Schuh draus

Als vor gut zwei Jahren die Aktion „AusBILDUNG wird was - Spätstarter gesucht“ begann, hatten Arbeitsagenturen und Jobcenter speziell Arbeitslose im Alter von 25 bis 35 Jahren im Blick. Beide Institutionen haben zwei Ziele: Zielgruppe durch Ausbildung oder Umschulung eine möglichst dauerhafte Beschäftigungsperspektive eröffnen und Unternehmen unterstützen, eigenen Fachkräftenachwuchs zu generieren.

Für Fabian Rupp und Björn Meyer sind beide Ziele in Reichweite. Björn Meyer übernahm die Orthopädieschuhtechnik vor drei Jahren von seinem Vater. Hauptgeschäftsfelder des seit 1974 in Lüneburg ansässigen Generationengeschäfts sind neben orthopädischen Schuhen auch Bandagen und Einlagen. „Der Beruf des Orthopädieschuhmachers ist bei jungen Leuten weitgehend unbekannt. Dementsprechend ist die Bewerberlage aus, wenn wir Auszubildende suchen“, berichtet der 37-jährige Orthopädieschuhmachermeister. Den Ausbildungsplatz nicht zu besetzen, war für Meyer keine Option, denn auch mit Umschülern, die ihre Schulzeit bereits einige Jahre hinter sich haben, hat er gute Erfahrungen: „Durch ihre Lebenserfahrung haben sie einen anderen Blick und arbeiten sehr zielstrebig in der Berufsschule und im Betrieb“. Während die Ausbildungszeit dreieinhalb Jahre dauert, ist eine Umschulung auf 28 Monate verkürzt. Die Umschüler steigen direkt in das zweite Ausbildungsjahr ein.

Seit September komplettiert Fabian Rupp als Umschüler das fünfköpfige Team. Der 34-Jährige ist gelernter Zimmermann. Nach seiner Ausbildungszeit arbeitete er jedoch immer berufsfremd. Als sein letzter Arbeitgeber Insolvenz anmelden musste, verlor er seinen Job. Während eines Praktikums lernte Rupp die Arbeit eines Orthopädieschuhmachers kennen. „Ich habe mich für einen Beruf mit Zukunft entschieden. Die langfristige Perspektive ist mir wichtig“, berichtet der angehende Orthopädieschuhmacher. Rupp erhält eine Umschulungsvergütung von Meyer. Die Arbeitsagentur bezuschusst diese Vergütung mit Arbeitslosengeld bei Weiterbildung und übernimmt Kosten beispielsweise für die Berufsschule.

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